Sie möchten mit Ihrem fertig ausgebildeten Assistenzhund überall in der Öffentlichkeit Zutritt erhalten und ihn problemlos mit in Geschäfte usw. nehmen können? Dann ist die Assistenzhund-Team-Prüfung unabdingbar!

Bis zu zwei Jahre lernt der angehende Assistenzhund alle Kommandos, Aufgaben und das richtige Verhalten als Assistenzhund. Doch ob der Hund dies wirklich alles gelernt hat und beherrscht ist für einen Supermarktmitarbeiter nicht sofort erkenntlich. Woher sollte der Angestellte wissen können, ob Ihr Hund wirklich Zutritt zu diesem Supermarkt haben darf? Klarheit bringt die Assistenzhund-Team-Prüfung! Die Prüfung stellt fest, ob das Mensch-Hund-Team bereit ist als fertig ausgebildetes Assistenzhund-Team in den Dienst gehen zu können. Sie belegt, dass Ihr Hund „wirklich“ ein fertig ausgebildeter Assistenzhund ist. Ihr Bestehen markiert somit den Eintrittszeitpunkt in den offiziellen Dienst als Assistenzhund.

In der Prüfung stellen Sie und Ihr Assistenzhund unter Beweis, dass Sie im Alltag und in verschiedenen Situationen in der Öffentlichkeit zuverlässig gemeinsam arbeiten und sich der Assistenzhund jederzeit angemessen verhält.

Eine erfolgreich bestandene Assistenzhund-Team-Prüfung nach höchsten Maßstäben und Qualitätsrichtlinien zeigt, dass der Assistenzhund tatsächlich über das erforderliche Wesen und Verhalten eines Assistenzhundes in der Öffentlichkeit verfügt. Dadurch kann die Mitnahme des Assistenzhundes in alle öffentlichen Bereiche nicht untersagt werden. Nur wenn der Assistenzhund in einer solchen Team-Prüfung unter Beweis gestellt hat, dass er sich wirklich wie ein sehr gut ausgebildeter Assistenzhund in der Öffentlichkeit bewegt, haben auch Geschäftsinhaber, Fluggesellschaften, Ärzte, Schulen, Arbeitgeber usw. den Nachweis, dass sie diesem Assistenzhund ohne Sorgen Zutritt gewähren können und ihr laufendes Geschäft oder andere Kunden nicht durch den Assistenzhund beeinträchtigt werden.

Anhand der Assistenzhund-Team-Prüfung wird für jeden ersichtlich, dass dieser Hund die Anforderungen an einen ausgebildeten Assistenzhund einhält.

 

Voraussetzungen für die Anmeldung zur Assistenzhund-Team-Prüfung

 

Der Assistenzhund ist mit seiner Ausbildung fertig und hat alle erforderlichen Kenntnisse für den Dienst als Assistenzhund gelernt. Die Assistenzhund-Team-Prüfung findet erst statt, wenn der Hund über alle Grundkommandos, alle gewählten Hilfsaufgaben, Standards und das angemessene Verhalten in der Öffentlichkeit verfügt.

 

Für die Prüfungsanmeldung muss der Assistenzhund nicht nur die Grundkommandos und Standards können, sondern auch Hilfsaufgaben, die die Behinderung oder Erkrankung des menschlichen Partners direkt lindern. Warnhunde aller Art müssen nur eine Hilfsaufgabe zuverlässig beherrschen, das Warnen. Alle anderen Assistenzhunde benötigen drei Hilfsaufgaben.

Für die Anmeldung zur Assistenzhund-Teamprüfung beträgt das Mindestalter des Hundes 18 Monate. Es gibt kein Höchstalter. 

Der Assistenzhund muss kastriert sein, eine chemische Kastration ist in Selbstausbildung möglich. 

 

Es können nur Hunde zur Team-Prüfung angemeldet werden, die nachweislich über das notwendige Assistenzhundewesen verfügen und alle Aufgaben und Standards beherrschen. Um dies zu gewährleisten wird vorausgesetzt, dass der Hund den Eignungstest als Assistenzhund im DAZ T.A.R.S.Q. bestanden hat und mindestens eine Trainingsstunde lang bei einem Trainer des DAZ T.A.R.S.Q. an der Prüfungsvorbereitung teilgenommen hat oder die gesamte Ausbildung bei einem Assistenzhundetrainer des DAZ T.A.R.S.Q. absolviert hat.

 

Prüfungsmöglichkeiten

 

Ziel des DAZ T.A.R.S.Q. war es seit der Gründung jedem Menschen mit einer Behinderung einen gut ausgebildeten Assistenzhund zu ermöglichen, der im Alltag alle Rechte hat und ihn gezielt unterstützen kann. Deshalb gibt es auch bei der Assistenzhund-Team-Prüfung zwei Optionen, damit jeder Assistenzhundehalter dieses Ziel erreichen kann.

 

1. Prüfungsmöglichkeit (vor Ort beim Prüfer)

Bei der ersten Prüfungsmöglichkeit findet die Assistenzhund-Team-Prüfung am Wohnort des Prüfers statt (oder einer großen Stadt in Wohnortnähe des Prüfers). Der Assistenzhundehalter reist für die Prüfung zum Prüfer.

 

2. Prüfungsmöglichkeit (am Wohnort des Teams)

Die zweite Prüfungsmöglichkeit findet am Wohnort des Assistenzhundehalters statt. Hierfür reist der Prüfer für eine oder mehrere Team-Prüfungen an den Wohnort/Standort des Assistenzhundehalters.

 

Nach erfolgreicher Prüfung

 

Mit dem Bestehen der Assistenzhund-Team-Prüfung, erhalten Sie von Ihrem Prüfer sofort alle Dokumente ausgehändigt, die Ihren Assistenzhund als fertig ausgebildeten und geprüften Assistenzhund kennzeichnen:

 

  • die Assistenzhundeweste

  • den Assistenzhundeausweis

  • das Prüfungszertifikat

  • einen Aufnäher für die Assistenzhundeweste mit der Gültigkeit der Prüfung, bis zur nächsten Nachprüfung, damit für die Öffentlichkeit sofort sichtbar ist, dass Ihr Hund eine aktuelle Prüfung vorweisen kann

  • die Möglichkeit in der Datenbank für Assistenzhunde (für Deutschland, Österreich und Schweiz) registriert zu werden

  • die Möglichkeit in der neben dem ADI, ältesten und größten Dachverband für Assistenzhunde, der International Association of Assistance Dog Partners (IAADP) international als Assistenzhund-Team registriert zu werden

 

Wird die freiwillige Registrierung in der Datenbank gewählt, erhält der Assistenzhundehalter kostenlos als Service der DAZ T.A.R.S.Q. kleine Kärtchen, mit Informationen zur Datenbank, die der Assistenzhundehalter Geschäften etc. aushändigen kann, damit diese in der Datenbank nachsehen können, ob das Team registriert und geprüft ist.

Sollten dem Assistenzhundehalter die Karten ausgehen, kann er jederzeit kostenlos neue Karten beim DAZ T.A.R.S.Q. anfordern oder diese bei der Nachprüfung mitnehmen.

 

Nachprüfung

 

Für den Zutritt in der Öffentlichkeit und die Berechtigung als Assistenzhund überall mitgenommen werden zu können, folgt der eigentlichen Assistenzhund-Team-Prüfung, wie in allen Assistenzhundeorganisationen mit sehr hohen Standards, regelmäßig eine Nachprüfung.

Ein Jahr nach bestandener Prüfung, spätestens zum letzten Kalendermonat des auf die Prüfung folgenden Jahres, sollte der Assistenzhund an der Nachprüfung teilnehmen. Die Nachprüfung umfasst das Überprüfen des Einhaltens der Standards für den Zutritt in der Öffentlichkeit und ob der Hund die Hilfsleistungen weiterhin ausreichend ausführt.

Anschließend findet die Nachprüfung alle drei Jahre statt. Ausgenommen hiervon sind chemisch kastrierte Hunde. Chemisch kastrierte Assistenzhunde müssen jährlich zur Nachprüfung erscheinen mit einem Nachweis über die fortgesetzte chemische Kastration.

Nach bestandener Nachprüfung erhält das Team jeweils wieder einen Aufnäher für die Assistenzhundeweste mit der Gültigkeit der Nachprüfung bis zur nächsten Nachprüfung. Wenn die Eintragung in die deutsche Datenbank gewählt wurde, kann die Eintragung um die Nachprüfung erweitert werden und der Assistenzhund weiter in der Datenbank geführt werden.

Die Anmeldung zur Nachprüfung erfolgt wie die Anmeldung zur Assistenzhund-Team-Prüfung.

 

Anmeldung

 

Assistenzhunde in Fremd-, Teil- und Selbstausbildung können zur Prüfung angemeldet werden.

 

Das Team ist immer der Assistenzhund und der Mensch mit der Behinderung. Bei jungen Kindern kann ein Erziehungsberechtigter das Team begleiten und auch Prüfungsaufgaben übernehmen, wenn dies sinnvoll oder notwendig erscheint. Ab 12 Jahren sollte das Kind mit der Behinderung die Prüfung allein mit seinem Assistenzhund absolvieren, es sei denn seine Erkrankung erfordert die Unterstützung eines Erziehungsberechtigten.

Das Hund-Mensch-Team kann entweder von ihrem betreuenden Assistenzhundetrainer zur Prüfung angemeldet werden oder sich selbst zur Team-Prüfung anmelden. Bei Minderjährigen übernehmen die Eltern die Anmeldung.

Das Assistenzhund-Team oder der Assistenzhundetrainer meldet sich bei einem Prüfer des Prüfungskomitees, um das Team für die Assistenzhund-Team-Prüfung anzumelden. Der Prüfer beantwortet gerne alle vorhandene Fragen zur Prüfung und teilt den Prüfungstermin mit.

PRÜFUNGSORDNUNG

Prüfungskomitee

 

Jede Assistenzhund-Team-Prüfung im Deutschen Assistenzhunde-Zentrum T.A.R.S.Q. durchläuft das Prüfungskomitee. So wird sichergestellt, dass alle Assistenzhunde, die im Deutschen Assistenzhunde-Zentrum T.A.R.S.Q. geprüft werden, einheitliche Standards einhalten.

Dadurch erhalten alle öffentlichen Stellen, an denen Assistenzhunde für sich Zutrittsrechte reklamieren die Gewährleistung, dass jeder im DAZ T.A.R.S.Q. geprüfte Assistenzhund, die höchsten Standards einhält und deshalb keine Bedenken gegen den Zutritt bestehen können.

Mit dem Prüfungskomitee bietet das Deutsche Assistenzhunde-Zentrum T.A.R.S.Q. auch nicht gemeinnützig ausgebildeten Assistenzhunden die Möglichkeit einer solchen einheitlichen Anerkennung. Dabei orientiert es sich an den beiden großen Dachverbänden für gemeinnützige Vereine, wie Assistance Dogs International (ADI) und Assistance Dogs Europe (ADEu) bei denen ebenfalls die Einhaltung einheitlicher Standards gewährleistet wird, allerdings nur für gemeinnützig ausgebildete Assistenzhunde, weshalb weltweit Assistenzhunde von Mitgliedsorganisationen der ADI und ADEu als sehr qualifiziert angesehen werden und selten Schwierigkeiten bei Zutrittsrechten bestehen.

Erfahrene Assistenzhundetrainer, die sich besonders für die Einhaltung von Standards für Assistenzhunde einsetzen, wurden ins Prüfungskomitee berufen. Besonders am Herzen liegt es den Mitgliedern des Prüfungskomitees, Assistenzhund-Teams bei der Erlangung und Erhaltung von Zutrittsrechten zu helfen.

Das Prüfungskomitee stellt die Prüfer für Assistenzhund-Team-Prüfungen. Es ist dafür verantwortlich, dass alle im DAZ T.A.R.S.Q. geprüften Assistenzhund-Teams die gleichen Standards einhalten. Diese Verantwortung repräsentiert das Prüfungskomitee gegenüber Geschäftsinhabern, Fluggesellschaften etc., die den Assistenzhund-Teams Zutritt gewähren sollen. 

 

Liste der Prüfer

 

Sie können frei wählen bei welchem Prüfer Sie Ihre Assistenzhund-Team-Prüfung ablegen möchten. Allerdings muss der Prüfer für den Hund fremd sein. Der Assistenzhundetrainer, der den Hund bereits ausgebildet oder auf die Eignung getestet hat, darf die Prüfung nicht abnehmen. Für eine Anmeldung zur Assistenzhund-Team-Prüfung kontaktieren Sie den Prüfer direkt über die unten angegebenen Kontaktmöglichkeiten.

Alle Prüfer bieten beide Prüfungsmöglichkeiten an.

 

Sylvia Gerdes

Telefon: 0179/4679993

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Prüfungsort: 20099 Hamburg, nach Vereinbarung auch bundesweit

 

Katharina Küsters

Telefon: nach Terminvereinbarung unter 02204/4807877

Mo-Fr. 8:00 - 13:00 Uhr ist das Büro zur Terminvereinbarung besetzt

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Prüfungsort: 51491 Overath, nach Vereinbarung auch bundesweit

 

Angela Hassinger

Telefon: 0178/2900049 oder 02263/9522955

Sprechzeiten: Mo-Fr. 10:00 - 16:00 Uhr und nach Vereinbarung

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Prüfungsort: 51643 Gummersbach, nach Vereinbarung auch bundesweit

 

Bianka Niemeyer

Tel 0162/9059586

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Prüfungsort: 59519 Möhnesee, nach Vereinbarung auch bundesweit

 

Daniela Karius

Tel.: 07222/5022200

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Prüfungsort: 76571 Gaggenau, nach Vereinbarung auch bundesweit

 

 Heiko Küsters

Telefon: 02204/4807880

Sprechzeiten: Do & Fr. 17:00 - 19:00 Uhr und nach Vereinbarung

e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Prüfungsort: 82515 Wolfratshausen, nach Vereinbarung auch bundesweit

 

Kosten für die Assistenzhund-Team-Prüfung

 

Prüfungsmöglichkeit 1 (vor Ort beim Prüfer): 450 Euro

Prüfungsmöglichkeit 2 (am Wohnort des Assistenzhundehalters): 550 Euro zzgl. Anfahrtskosten und ggf. Übernachtungskosten

Nachprüfung: 150 Euro (falls nicht am Ort des Prüfers, zzgl. Anfahrtskosten)

 
Datenbank für die Zutrittsrechte
 

Die Datenbank ist online zugänglich und soll den Zweck erfüllen, dass öffentliche Stellen bei Fragen zu Zutrittsrechten jederzeit überprüfen können, ob ein Assistenzhund-Team tatsächlich ein solches ist und darüber hinaus, ob es aktuell geprüft ist. Dies soll den Assistenzhund-Teams helfen ihre Zutrittsrechte durchzusetzen und gleichzeitig öffentlichen Stellen die Sicherheit geben, dass die in der Datenbank aufgeführten Assistenzhunde, die höchsten Standards einhalten und deshalb keine Bedenken zum Zutritt bestehen müssen.

In der Datenbank werden ausschließlich Assistenzhund-Teams geführt, die vor dem Prüfungskomitee des DAZ T.A.R.S.Q. ihre Prüfung absolviert haben und in die Datenbank eingetragen werden möchten, um ihre Zutrittsrechte besser durchsetzen zu können.

Die Datenbank für die Zutrittsrechte ist „semi-öffentlich“. Das bedeutet, dass zwar die Startseite von jedem einsehbar ist, aber die Einträge der einzelnen Assistenzhund-Teams nur von öffentlichen Stellen, wie z. B. Geschäften gesehen werden können, denen der Assistenzhundehalter hierzu die Webseite und die Registernummer seines Hundes gegeben hat. Dies ist z. B. dann der Fall, wenn der Assistenzhundehalter in einem Supermarkt Zutritt für seinen Hund erbittet. Um seinem Wunsch Nachdruck zu verleihen, kann er zusätzlich darauf aufmerksam machen, dass der Assistenzhund ein geprüfter und registrierter Assistenzhund ist, der nachweislich alle Standards einhält und gelernt hat sich richtig in einem Supermarkt zu verhalten. Dazu kann er anbieten, dass der Geschäftsführer dies in der Datenbank nachprüfen kann, um den Hund guten Gewissens zukünftig in sein Geschäft zu lassen.

Dadurch, dass für den Aufruf eines Eintrags in der Datenbank die Registernummer des Hundes eingegeben werden muss, können ausschließlich öffentliche Stellen, die vom Assistenzhundehalter darauf hingewiesen wurden, auf den Eintrag dieses Assistenzhundes zugreifen. Die öffentlichen Stellen können jedoch nicht auf die Einträge von anderen registrierten Assistenzhunden zugreifen, da ihnen hierfür die Registernummer der jeweiligen Hunde fehlt.  Die Daten des Assistenzhundes sind somit nicht öffentlich für jeden zugänglich.

Die Datenbank soll Assistenzhund-Teams helfen ihre Rechte noch besser wahrnehmen und verteidigen zu können und somit noch weniger Sorgen mit Zutrittsrechten zu haben.