Ausbildung zum Hundetrainer
Mehr als eine klassische Hundetrainerausbildung: Eine Ausbildung. Drei Kompetenzbereiche. Viele berufliche Möglichkeiten.
Familienhunde · tiergestützte Intervention · Grundausbildung von Assistenzhunden

Inhalt
- Broschüre anfordern
- Tierschutzgerecht und gewaltfrei trainieren
- Theorie verstehen. Praktische Umsetzung lernen. Selbst anwenden.
- Nebenberuflich gut machbar
- Du möchtest erst einmal sehen, wie wir Hundetraining vermitteln?
- Drei Kompetenzbereiche, ein gemeinsames Fundament
- Warum es diese Ausbildung gibt
- Mehr als Standard: Training für das echte Leben
- Problemverhalten verhindern, bevor es entsteht
- Praxis, wie sie später wirklich aussieht
- Deine Karriere als Hundetrainer
- Damit die richtigen Kunden dich finden
- Wie werden deine späteren Teams für die tiergestützte Intervention geprüft?
- Für wen ist die Ausbildung geeignet?
- Gut vorbereitet auf die Erlaubnis nach § 11 TierSchG
- Übersicht der Ausbildung
- Dein Weg kann bei uns weitergehen
- Ausbildungsinhalte
- Du lernst von Expertinnen ihres Fachgebiets
- Nächste Schritte
Wenn du mehr über die Ausbildung zum Assistenzhundetrainer erfahren möchtest, fordere unverbindlich per E-Mail unsere Info-Broschüre zur Ausbildung an und/oder stelle deine Fragen unserer Kursleiterin Jana Bosch unter
oder rufe uns an +49 (0) 6131 2765688
Nicht einfach Inhalte konsumieren, sondern die Denk- und Handlungsweise eines Hundetrainers entwickeln.
Eine gute Hundetrainerausbildung sollte dir mehr vermitteln als einzelne Übungen, Trainingsmethoden oder theoretisches Fachwissen.
Denn später im Berufsalltag wirst du immer wieder vor ganz unterschiedlichen Situationen stehen. Ein Trainingsweg funktioniert bei einem Hund hervorragend, bei einem anderen nicht. Ein Mensch-Hund-Team braucht einen sehr kleinschrittigen Aufbau, ein anderes kann schneller vorangehen. Manchmal musst du einen Trainingsplan verändern, eine Situation neu einschätzen oder aus mehreren Möglichkeiten die passende auswählen.
Genau darauf möchten wir dich vorbereiten.
Tierschutzgerecht und gewaltfrei trainieren
Unsere Ausbildung steht für ein gewaltfreies, tierschutzgerechtes und individuell angepasstes Hundetraining.
Du lernst unterschiedliche Trainingsmethoden und Techniken kennen und fachlich einzuordnen. Dabei geht es nicht darum, nach einem starren Schema zu arbeiten, sondern für den jeweiligen Hund, das Mensch-Hund-Team und die konkrete Situation einen passenden Trainingsweg zu entwickeln.
Körperliche Gewalt, Einschüchterung oder Trainingsmethoden, die dem Hund Schmerzen, Angst oder erheblichen Stress zufügen, haben in unserer Ausbildung keinen Platz.
Theorie verstehen. Praktische Umsetzung lernen. Selbst anwenden.
Damit aus Wissen berufliche Handlungskompetenz wird, greifen die verschiedenen Bestandteile unserer Ausbildung ineinander.
In deinen Theorielektionen erarbeitest du dir die fachlichen Grundlagen. Viele Lektionen werden durch Videos ergänzt. Du erfährst von erfahrenen Hundetrainern, wie sich das jeweilige Thema in ihrem Berufsalltag tatsächlich zeigt.
In 28 praxisorientierten Live-Online-Seminaren erhältst du praktische Anleitung für deine spätere Tätigkeit als Hundetrainer. Du lernst Trainingswege kennen, beschäftigst dich mit konkreten Situationen aus dem Berufsalltag und erfährst, wie du dein Vorgehen an unterschiedliche Mensch-Hund-Teams anpassen kannst.
Zusätzlich kannst du gegen Ende deiner Ausbildung an einem ganztägigen Live-Online-Seminar zur Vorbereitung auf die Erlaubnis nach § 11 TierSchG teilnehmen.
An 22 Praxistagen vor Ort geht es schließlich darum, selbst zu beobachten, einzuschätzen, anzuleiten und praktisch zu arbeiten.
In ausgewählten Praxis-Workshops arbeitest du dabei auch mit Mensch-Hund-Teams vor Ort. Unter Anleitung unserer Dozentinnen lernst du beispielsweise, Trainingssituationen zu planen und anzuleiten und Hundehalter verständlich zu begleiten.
Denn zu deinem späteren Beruf gehört nicht nur, Hunde trainieren zu können. Du musst auch lernen, Menschen anzuleiten, Trainingsstunden zu gestalten und in echten Kundensituationen gute Entscheidungen zu treffen.
Wenn du zusätzlich noch mehr praktische Erfahrung im Alltag einer Hundeschule sammeln möchtest, kannst du freiwillig ein externes Praktikum bei einer unserer anerkannten Praktikumsstellen absolvieren.
Dafür stellen wir dir eine Praktikumsliste mit Hundeschulen zur Verfügung, bei denen du zusätzliche Einblicke in den Berufsalltag sammeln kannst.
So entsteht Schritt für Schritt genau das, was du später in deinem Beruf brauchst: die Fähigkeit, Training selbstständig zu planen, Situationen fachlich einzuschätzen und gute Entscheidungen für das jeweilige Mensch-Hund-Team zu treffen.
Nebenberuflich gut machbar
Unsere Ausbildung ist so aufgebaut, dass du sie auch neben deinem Beruf absolvieren kannst.
Die Theorielektionen bearbeitest du flexibel über unseren Online-Campus, wahlweise am Laptop, Tablet oder Smartphone. Über die App kannst du deine Lerninhalte auch mobil nutzen. Die Theorieinhalte stehen dir zusätzlich als PDF zur Verfügung, sodass du deine Lektionen je nach Situation online oder offline bearbeiten kannst.
Unsere Live-Online-Seminare finden unter der Woche am Abend statt, ab 18:30 Uhr oder 19:00 Uhr.
Auch die Präsenzpraxis ist auf eine nebenberufliche Teilnahme ausgerichtet. Alle Praxis-Workshops finden am Wochenende statt.
So kannst du deine Ausbildung Schritt für Schritt in deinen bestehenden Alltag integrieren, ohne deine bisherige berufliche Tätigkeit dafür aufgeben zu müssen.
Du möchtest erst einmal sehen, wie wir Hundetraining vermitteln?
Dann hol dir unseren kostenlosen Minikurs „Fokus & gutes Benehmen in der Öffentlichkeit“ und erhalte einen ersten Einblick in die Denk- und Arbeitsweise unserer Hundetrainerausbildung.
Im Minikurs lernst du anhand konkreter Trainingsübungen, wie Training sinnvoll aufgebaut, an den jeweiligen Hund angepasst und Schritt für Schritt in unterschiedliche Alltagssituationen übertragen werden kann.
So kannst du unsere Art zu vermitteln kennenlernen, bevor du dich für die Ausbildung entscheidest.
Drei Kompetenzbereiche, ein gemeinsames Fundament
Du absolvierst bei uns eine umfassende Hundetrainerausbildung, in der du alle wesentlichen Inhalte einer klassischen Ausbildung zum Hundetrainer erlernst und dich fachlich darauf vorbereitest, nach deiner Ausbildung professionell als Hundetrainer zu arbeiten.
Du entwickelst das Wissen, die praktischen Fähigkeiten und die Trainingskompetenz, die du brauchst, um Mensch-Hund-Teams fachkundig zu begleiten, Trainingssituationen einzuschätzen und individuelle Trainingswege selbstständig zu planen und umzusetzen.
Doch deine Ausbildung geht darüber hinaus.
Zusätzlich zur klassischen Hundetrainerausbildung erweiterst du deine fachlichen Kompetenzen um zwei weitere spannende Einsatzfelder: die tiergestützte Intervention und die Grundausbildung von Assistenzhunden.
So erhältst du nicht weniger klassische Hundetrainerausbildung, sondern mehr berufliche Möglichkeiten auf derselben fundierten Basis.
Teil A – Familienhunde
Hier lernst du die vielfältigen Aufgaben des professionellen Hundetrainings in einer Hundeschule. Vom Welpen und Junghund über erwachsene Familienhunde bis hin zu Tierschutzhunden und Hunden mit besonderen Herausforderungen.
Du beschäftigst dich mit Lernverhalten und Alltagstraining ebenso wie mit anspruchsvolleren Trainingssituationen, unerwünschtem Verhalten und Problemverhalten.
Dabei geht es nicht nur darum, einzelne Übungen zu kennen. Du lernst, Trainingsstunden sinnvoll zu planen und aufzubauen, Welpen- und Junghundegruppen zu führen und anzuleiten sowie unterschiedliche Methoden und Techniken passend zum jeweiligen Mensch-Hund-Team auszuwählen und einzusetzen.
So entwickelst du das fachliche und praktische Handwerkszeug, um Hunde und ihre Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen, Trainingssituationen und Kursformaten kompetent zu begleiten.
Teil B – Tiergestützte Intervention
In diesem Ausbildungsbereich lernst du, Fachkräfte gemeinsam mit ihren Hunden für den Einsatz in der tiergestützten Intervention auszubilden, zum Beispiel als Schulhund, Therapiebegleithund oder Besuchshund.
Dabei kannst du deine Kunden bereits begleiten, bevor die eigentliche Ausbildung des Hundes beginnt. Sucht beispielsweise eine Lehrerin, Ergotherapeutin oder eine andere Fachkraft einen Welpen, der sie später bei ihrer Arbeit begleiten soll, lernst du, sie bei der Welpenauswahl zu beraten und Welpen beim Züchter im Hinblick auf ihre mögliche Eignung für den geplanten Einsatz zu testen. Ist bereits ein Hund vorhanden, lernst du, dessen Eignung für den jeweiligen tiergestützten Einsatz fachlich zu beurteilen.
Anschließend lernst du, aus einem geeigneten Welpen oder erwachsenen Hund gemeinsam mit seiner Bezugsperson Schritt für Schritt ein Mensch-Hund-Team für den jeweiligen Einsatzbereich zu entwickeln. Du planst das praktische Training, leitest die Fachkraft mit ihrem Hund an und passt die Ausbildung an die späteren Aufgaben und Rahmenbedingungen an.
Dadurch kannst du deine Kunden später von der Auswahl und Eignung des Hundes über das praktische Training bis zur Vorbereitung auf ihren konkreten tiergestützten Einsatz fachlich begleiten.
Teil C – Grundausbildung von Assistenzhunden
In diesem Ausbildungsbereich lernst du, zukünftige Assistenzhundeteams in der Grundausbildung fachgerecht zu begleiten und auszubilden.
Du lernst, grundlegende Voraussetzungen eines Welpen einzuschätzen und die Grundausbildung gezielt auf den späteren Einsatz als Assistenzhund auszurichten. Dazu gehören insbesondere Sozialisierung, Habituation, Umweltgewöhnung sowie der Aufbau eines sicheren, gelassenen, zuverlässigen und alltagstauglichen Verhaltens.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den besonderen Assistenzhundestandards und dem Levelsystem der Grundausbildung. Du lernst, erforderliche Fähigkeiten systematisch aufzubauen, zu festigen und unter unterschiedlichen Umweltbedingungen zu überprüfen.
Dabei konzentriert sich deine Qualifikation auf die Grundausbildung zukünftiger Assistenzhunde und auf die Vorbereitung für die anschließende weiterführende Ausbildung durch qualifizierte Assistenzhundetrainer.

Warum es diese Ausbildung gibt
Der erste Gedanke zu dieser Ausbildung entstand aus einer Herausforderung, die uns in der Assistenzhundearbeit seit Jahren begegnet.
Viele Menschen mit Behinderungen leben weit entfernt vom nächsten qualifizierten Assistenzhundetrainer. Gerade während des ersten Lebensjahres eines jungen Hundes sind regelmäßige Fahrten über große Entfernungen jedoch kaum praktikabel.
Die Folge: Viele angehende Assistenzhundeteams erhalten in dieser entscheidenden frühen Phase gar keine fachliche Begleitung. Andere besuchen eine normale Hundeschule in ihrer Nähe. Dort kann hervorragendes Familienhundetraining stattfinden, doch einem Hundetrainer ohne spezielles Assistenzhundewissen fehlen verständlicherweise die zusätzlichen Kenntnisse darüber, was ein zukünftiger Assistenzhund bereits in seiner Grundausbildung lernen und erfahren sollte.
Und gerade das erste Lebensjahr kann für den weiteren Weg entscheidend sein.
Wir haben immer wieder erlebt, dass Hunde erst später bei einem Assistenzhundetrainer vorgestellt wurden und wichtige Voraussetzungen für die weitere Ausbildung nicht ausreichend entwickelt waren oder sich Schwierigkeiten entwickelt hatten, die ihre spätere Eignung erheblich beeinträchtigten.
Genau daraus entstand unsere Idee:
Was wäre, wenn es viel mehr gut ausgebildete Hundetrainer vor Ort gäbe, die nicht nur eine fundierte klassische Hundetrainerausbildung besitzen, sondern zusätzlich wissen, wie die Grundausbildung eines zukünftigen Assistenzhundes fachgerecht gestaltet wird?
Aus diesem Gedanken ist schließlich unsere gesamte neue Hundetrainerausbildung entstanden.
Eine umfassende Ausbildung für die professionelle Arbeit mit Familienhunden in einer normalen Hundeschule, erweitert um zwei zusätzliche Kompetenzbereiche, die Ausbildung von Mensch-Hund-Teams für die tiergestützte Intervention und die Grundausbildung zukünftiger Assistenzhunde.
Mehr als Standard: Training für das echte Leben
Natürlich lernst du bei uns die Inhalte, die zu einer fundierten Hundetrainerausbildung gehören. Doch die Erwartungen vieler Hundehalter gehen heute weiter. Sie wünschen sich einen alltagstauglichen Hund, der sie möglichst selbstverständlich durch ihr gemeinsames Leben begleiten kann.
Einen Hund, mit dem sie im Urlaub an der Strandpromenade entlangschlendern können. Der sie ins Café oder Restaurant begleitet, mit ins Hotel fährt, einen Stadtbummel mitmacht oder bei einem Familienfest entspannt dabei sein kann. Vielleicht soll er seine Menschen zum Osterfeuer, auf einen Wochenmarkt oder zu einer Veranstaltung begleiten, Besuch zu Hause aushalten oder auch in einer ungewohnten Umgebung zur Ruhe kommen können.
Genau auf solche Situationen möchten wir dich als zukünftigen Hundetrainer vorbereiten.
Du lernst deshalb, gutes Benehmen im Haus und in der Öffentlichkeit gezielt aufzubauen und deine Kunden dabei zu unterstützen, ihren Hund Schritt für Schritt auf unterschiedliche Alltagssituationen vorzubereiten. Vom entspannten Verhalten zu Hause bis zu Café, Restaurant, Innenstadt, Geschäften, Hotel, öffentlichen Verkehrsmitteln oder Veranstaltungen.
Auch Situationen, die im klassischen Hundetraining schnell übersehen werden, gehören dazu. Besuch von Familie oder Freunden, Familienfeiern, Hochzeiten, private Zusammenkünfte und andere besondere Ereignisse, auf die ein Hund gezielt vorbereitet werden kann.
Ein weiteres Werkzeug in deiner späteren Hundeschule können Pattern Games sein. Du lernst nicht nur, wie einzelne Pattern Games funktionieren, sondern vor allem, wann ihr Einsatz sinnvoll sein kann, für welche Hunde sie geeignet sind und wie du sie gezielt mit deinen Kundenhunden in der Hundeschule einsetzen kannst. So können vorhersehbare Trainingsmuster beispielsweise Orientierung, Fokus und Selbstvertrauen unterstützen.
Auch die Arbeit mit Hunden, denen wichtige Alltagserfahrungen fehlen, ist Teil deiner Ausbildung. Du lernst, wie du schlecht sozialisierte Hunde und Tierschutzhunde behutsam an ein anspruchsvolles Alltags- und Großstadtleben gewöhnst, passende Trainingssituationen auswählst, Reizintensität und Distanz sinnvoll gestaltest und Überforderung frühzeitig erkennst.
Und weil nicht jeder Trainingsweg zu jedem Hund passt, lernst du unterschiedliche Methoden, Techniken und Lösungswege kennen. Wenn ein Ansatz nicht funktioniert, sollst du nicht ratlos vor dem Mensch-Hund-Team stehen, sondern auf deine eigene fachliche Werkzeugkiste zurückgreifen können.
So lernst du, aus Trainingswissen konkrete Lösungen für das wirkliche Leben von Mensch und Hund zu entwickeln und Hundehalter dabei zu unterstützen, genau das zu erreichen, was sie sich von einer modernen Hundeschule häufig wünschen. Einen Hund, der sich möglichst sicher, gelassen und alltagstauglich durch ihr gemeinsames Leben bewegen kann.

Problemverhalten verhindern, bevor es entsteht
Viele Schwierigkeiten im späteren Zusammenleben beginnen nicht erst dann, wenn ein Verhalten bereits zum Problem geworden ist. Wichtige Weichen werden im ersten Lebensjahr gestellt.
Deshalb beginnt Prävention bei uns schon im Welpenalter.
Du lernst, frühe Warnzeichen und ungünstige Entwicklungen zu erkennen, Risiken fachlich einzuschätzen und Hundehalter so anzuleiten, dass problematischem Verhalten möglichst früh entgegengewirkt werden kann.
Für Familienhunde kann das entscheidend dazu beitragen, dass aus kleinen Schwierigkeiten nicht später große Probleme im Alltag werden.
Für zukünftige Schulhunde, Therapiebegleithunde, Kitahunde, Besuchshunde oder Assistenzhunde kann gute Prävention sogar mit darüber entscheiden, ob sie später für ihren geplanten Einsatz geeignet sind. Denn entwickelt ein Hund problematische Verhaltensweisen, kann genau das seine spätere Tätigkeit unmöglich machen.
Praxis, wie sie später wirklich aussieht
Unsere Praxistage sollen dich nicht nur auf Trainingssituationen vorbereiten, sie sollen dir einen möglichst realistischen Einblick in deinen späteren Berufsalltag geben.
Deshalb arbeiten unsere Studenten in ausgewählten Praxis-Workshops auch mit echten Kunden unserer Dozentinnen und deren Hunden. Du erlebst, welche Fragen und Herausforderungen im Training tatsächlich entstehen, wie Mensch-Hund-Teams eingeschätzt werden und wie Trainingsentscheidungen individuell an Hund und Halter angepasst werden. Je nach Workshop wirst du dabei nicht nur beobachten, sondern unter fachlicher Anleitung auch selbst in die praktische Arbeit einbezogen.
In einigen ausgewählten Praxis-Workshops werden außerdem einzelne Trainingseinheiten auf einem Hundeplatz durchgeführt.
So lernst du nicht nur einzelne Übungen kennen, sondern erlebst, wie professionelles Hundetraining in unterschiedlichen realistischen Trainingssituationen geplant, aufgebaut und durchgeführt wird.
Denn unser Ziel ist nicht, dass du nach deiner Ausbildung nur weißt, wie eine Übung funktioniert. Du sollst lernen, Menschen und Hunde einzuschätzen, Training selbstständig zu planen und in echten Situationen gute fachliche Entscheidungen zu treffen
Deine Karriere als Hundetrainer
Mit deiner Ausbildung kannst du ganz klassisch als Hundetrainer arbeiten, selbstständig mit einer eigenen Hundeschule oder angestellt beispielsweise in einer Hundeschule oder in einer Hundetagesstätte.
Du lernst bei uns selbstverständlich auch die Angebote, die zum Alltag einer Hundeschule gehören: Welpengruppen und Junghundekurse planen und durchführen, Einzeltrainings gestalten, Mensch-Hund-Teams im Alltag begleiten sowie Trainings- und Beschäftigungsangebote entwickeln und anleiten.
Du bekommst damit das fachliche und praktische Handwerkszeug für eine ganz normale Hundeschule.
Aber du kannst noch mehr daraus machen.
Durch die besonderen Themen und zusätzlichen Kompetenzbereiche deiner Ausbildung erhältst du Möglichkeiten, eigene Schwerpunkte zu setzen und Angebote zu entwickeln, die nicht jede Hundeschule in deiner Umgebung anbietet.
Deine Hundeschule mit einem eigenen Profil
Neben klassischen Welpenkursen, Junghundegruppen, Einzeltrainings und Freizeitangeboten für Hunde kannst du beispielsweise einen besonderen Schwerpunkt auf alltagstaugliche Hunde legen.
Du kannst Kurse rund um gutes Benehmen im Haus und in der Öffentlichkeit entwickeln, Mensch-Hund-Teams auf Café- und Restaurantbesuche, Stadtleben, Reisen, Veranstaltungen oder andere anspruchsvolle Alltagssituationen vorbereiten.
Auch spezielle Angebote sind möglich, zum Beispiel für Hunde, die ihre Menschen später regelmäßig ins Büro begleiten sollen. Du kannst Mensch und Hund gezielt darauf vorbereiten, dass der Hund am Arbeitsplatz ruhig bleibt, mit wechselnden Personen und typischen Büroreizen umgehen kann und sich auch über längere Zeit angemessen verhält.
Du lernst, Pattern Games gezielt mit Kundenhunden einzusetzen, schlecht sozialisierte Hunde und Tierschutzhunde behutsam an ein anspruchsvolles Alltags- und Großstadtleben heranzuführen und bereits im Welpenalter präventiv zu arbeiten, damit problematischen Entwicklungen möglichst früh entgegengewirkt werden kann.
So kannst du das klassische Angebot einer Hundeschule mit besonderen fachlichen Schwerpunkten verbinden und deiner Hundeschule ein Profil geben, das zu dir, deinen Kunden und deiner Region passt.
Schaffe ein Angebot, das Fachkräfte in deiner Region wirklich brauchen
Stell dir vor, eine Lehrerin aus deiner Stadt möchte zukünftig ihren Hund mit in die Schule nehmen.
Vielleicht hat sie noch keinen Hund und fragt sich, welcher Welpe für diese Aufgabe überhaupt geeignet sein könnte.
Genau hier kannst du ansetzen.
Du kannst sie bei der Auswahl eines geeigneten Welpen begleiten und Welpen beim Züchter im Hinblick auf den geplanten Einsatz einschätzen.
Und anschließend kann sie mit ihrem Welpen bei dir vor Ort die praktische Ausbildung beginnen.
Du begleitest das Mensch-Hund-Team Schritt für Schritt und vermittelst die Fähigkeiten, die der Hund für seinen späteren Einsatz benötigt.
Spezialisierte Ausbildungen für solche Mensch-Hund-Teams sind bisher fast kaum wohnortnah verfügbar. Für Fachkräfte kann das bedeuten, weite Wege auf sich zu nehmen und auf Wochenendangebote auszuweichen.
Mit deiner Hundeschule kannst du eine qualifizierte Ausbildungsmöglichkeit direkt in deiner Region schaffen.
Aus einer Lehrerin mit einem geeigneten Welpen kann mit deiner fachlichen Begleitung Schritt für Schritt ein Schulhund-Team werden.
Und für deine Hundeschule entsteht daraus gleichzeitig ein spezialisiertes Angebot, mit dem du eine Lücke in deiner Region schließen kannst.
Hilf mit, wohnortnahe Grundausbildung für zukünftige Assistenzhunde möglich zu machen
Stell dir vor, eine Kundin mit PTBS kommt mit ihrem 10 Wochen alten Collie zu dir. Dieser Hund soll sie später einmal als Assistenzhund begleiten.
Der nächste Assistenzhundetrainer ist vielleicht 100 oder 200 Kilometer entfernt. Für ein regelmäßiges Training während des wichtigen ersten Lebensjahres ist das kaum praktikabel.
Genau hier kannst du mit deiner Hundeschule ansetzen.
Schon zu Beginn der Grundausbildung lernst du, die grundlegenden Verhaltensvoraussetzungen des Welpen fachlich einzuschätzen. Du beobachtest beispielsweise Ängstlichkeit, Meideverhalten oder aggressionsbezogenes Verhalten und kannst deiner Kundin eine ehrliche erste Einschätzung geben, ob die weitere Grundausbildung für diesen Hund sinnvoll erscheint oder ob frühzeitig eine weiterführende Beurteilung durch einen qualifizierten Assistenzhundetrainer notwendig ist.
Damit verfügst du über Fachwissen, das über eine klassische Hundetrainerausbildung hinausgeht. Denn bei einem zukünftigen Assistenzhund geht es nicht nur darum, einen gut erzogenen Welpen auszubilden. Bereits während der Grundausbildung musst du wissen, welche besonderen Anforderungen später an diesen Hund gestellt werden und welche Grundlagen er dafür im ersten Lebensjahr entwickeln sollte.
Du begleitest Mensch und Hund durch diese wichtige Phase, baust gezielt Umweltgewöhnung, Ruhe und zuverlässiges Verhalten auf und berücksichtigst dabei bereits die besonderen Assistenzhundestandards.
Gleichzeitig lernst du den Umgang mit Menschen mit Behinderungen und das Training an den Menschen anzupassen. Bei einer Kundin mit PTBS können andere Trainingsorte, Abläufe oder Belastungsgrenzen sinnvoll sein als bei einem Menschen mit einer körperlichen Behinderung. Du lernst deshalb, die jeweilige Behinderung und die individuellen Bedürfnisse des Menschen bei der Planung und Durchführung des Trainings mitzudenken.
So kann aus dem 10 Wochen alten Welpen, der zum ersten Mal deine Hundeschule betritt, Schritt für Schritt ein junger Hund werden, der gezielt auf die nächste Phase seines Weges zum Assistenzhund vorbereitet wurde.
Und genau damit kannst du später eine wichtige Lücke in deiner Region schließen. Menschen mit Behinderungen erhalten die Möglichkeit, die Grundausbildung ihres zukünftigen Assistenzhundes fachlich qualifiziert und möglichst wohnortnah begleiten zu lassen.
Deine Arbeit in diesem ersten Lebensjahr kann entscheidend dafür sein, ob dieser Hund später überhaupt die Chance hat, seine Assistenzhundeausbildung erfolgreich abzuschließen und seinem Menschen einmal zuverlässig helfen zu können.

Damit die richtigen Kunden dich finden
Mit deiner Ausbildung möchten wir dir nicht nur neue berufliche Möglichkeiten eröffnen. Wir möchten auch dazu beitragen, dass Menschen, die genau diese spezialisierten Angebote suchen, qualifizierte Hundetrainer in ihrer Nähe finden können.
Deshalb kannst du nach erfolgreichem Abschluss und bei Erfüllung der jeweiligen fachlichen Voraussetzungen auf Wunsch mit deiner Hundeschule und deinen Kontaktdaten in unsere entsprechenden Trainerlisten aufgenommen werden.
Grundausbildung zukünftiger Assistenzhunde
Wenn du die Grundausbildung zukünftiger Assistenzhunde anbieten möchtest, kannst du auf Wunsch in unsere bereits bestehende Liste für die Grundausbildung aufgenommen werden.
Voraussetzung dafür ist, dass du
- die Abschlussprüfung unserer Hundetrainerausbildung erfolgreich bestanden hast,
- den Praxis-Workshop zur Grundausbildung von Assistenzhunden absolviert hast und
- an beiden Live-Online-Seminaren zur Grundausbildung von Assistenzhunden teilgenommen hast.
So können Menschen mit Behinderungen, die für ihren zukünftigen Assistenzhund eine fachlich qualifizierte Grundausbildung in ihrer Nähe suchen, gezielt nach entsprechend qualifizierten Trainern suchen.
Ausbildung von Teams für die tiergestützte Intervention
Auch für Hundeschulen, die Mensch-Hund-Teams für die tiergestützte Intervention ausbilden möchten, gibt es eine eigene Suchmöglichkeit.
Für die Aufnahme in diese Liste musst du zusätzlich zur erfolgreich abgeschlossenen Hundetrainerausbildung
- die 6 Live-Online-Seminare zur tiergestützten Intervention besucht und
- den Praxis-Workshop zu Welpentests und Eignungstests für erwachsene Hunde in der tiergestützten Intervention absolviert haben.
So können beispielsweise therapeutische oder pädagogische Fachkräfte gezielt eine entsprechend qualifizierte Hundeschule in ihrer Region finden, bei der sie ihren Hund zum Schulhund, Therapiebegleithund, Kitahund oder Besuchshund ausbilden lassen können.
Die Aufnahme in unsere Trainerlisten ist selbstverständlich freiwillig.
Wie werden deine späteren Teams für die tiergestützte Intervention geprüft?
Für Hunde im tiergestützten Einsatz gibt es in Deutschland keine bundeseinheitlich vorgeschriebene Abschlussprüfung. Je nach Bundesland, Schule, Kita, Arbeitgeber oder Träger können deshalb unterschiedliche Ausbildungs- und Prüfungsnachweise erwartet werden.
Genau deshalb geben wir dir für deine späteren Kundenteams zwei Prüfungswege an die Hand.
Institutsinterne Teamprüfung
Du erhältst von uns konkrete Prüfungsinhalte, Bewertungskriterien und Dokumentationsvorlagen, mit denen du deine ausgebildeten Mensch-Hund-Teams innerhalb deiner eigenen Hundeschule prüfen kannst.
Unabhängige externe Teamprüfung
Wenn dein Kunde oder die jeweilige Einrichtung besonderen Wert auf eine von der Ausbildung getrennte Prüfung legt, kannst du auf ein Netzwerk unabhängiger Fach-Prüfer zurückgreifen. Die Prüfer waren weder an deiner Ausbildung noch an der Ausbildung des betreffenden Mensch-Hund-Teams beteiligt.
Die Prüferliste findest du nach deinem Abschluss im Online-Campus und kannst auch später jederzeit darauf zugreifen.
Anforderungen können je nach Bundesland unterschiedlich sein
Wie konkret solche Vorgaben sein können, zeigt zum Beispiel Rheinland-Pfalz.
Dort wird für Schulhunde unter anderem eine abgeschlossene Schulhund-Ausbildung mit mindestens 60 Zeitstunden über etwa 9 bis 12 Monate, einer Hospitation in der Einsatzschule sowie theoretischen und praktischen Prüfungselementen vorausgesetzt.
Auf dem Bildungsserver Rheinland-Pfalz wird außerdem eine Liste von Hundeschulen geführt, deren Ausbildungskonzepte den dortigen Ausbildungsempfehlungen entsprechen.
Deshalb lernst du bei uns auch, deine späteren Kunden bereits vor Ausbildungsbeginn darauf hinzuweisen, die Anforderungen ihres Bundeslandes und ihrer jeweiligen Einrichtung zu klären.
Dadurch kannst du Ausbildung, Dokumentation und Abschluss des Teams von Anfang an passend planen.
Für deine spätere Hundeschule ist das ein zusätzlicher Qualitätsvorteil: Du kannst Mensch-Hund-Teams nach klaren Standards ausbilden und ihnen auf Wunsch zusätzlich eine unabhängige Prüfung ermöglichen.
Für wen ist die Ausbildung geeignet?
Du startest bei uns dort, wo du gerade stehst, Vorerfahrung im Hundetraining ist für den Einstieg nicht erforderlich.
Unsere Ausbildung richtet sich an dich, wenn du …
- ohne berufliche Vorerfahrung in den Hundetrainerberuf einsteigen möchtest,
- professionell als Hundetrainer arbeiten und beispielsweise eine eigene Hundeschule eröffnen möchtest,
- bereits in einer Hundeschule, Hundetagesstätte oder einem anderen Bereich rund um den Hund arbeitest und dein Wissen fachlich und praktisch erweitern möchtest,
- dir zusätzliche berufliche Möglichkeiten in der tiergestützten Intervention oder in der Grundausbildung zukünftiger Assistenzhunde erschließen möchtest
- oder dich intensiv und fundiert mit Hundeverhalten, Lernen und modernem Hundetraining beschäftigen möchtest, auch wenn du noch nicht sicher weißt, ob du dieses Wissen später beruflich nutzen möchtest.
Gut vorbereitet auf die Erlaubnis nach § 11 TierSchG
Wenn du in Deutschland gewerbsmäßig als Hundetrainer arbeiten möchtest, benötigst du hierfür eine behördliche Erlaubnis gem. § 11 Abs. 1 Nr 8 f) TierSchG.
Auch auf diesen wichtigen Schritt in deinen späteren Beruf möchten wir dich gezielt vorbereiten.
In deiner Ausbildung erhältst du eine eigene Theorielektion zur Vorbereitung für deine Erlaubnis nach § 11 TierSchG. Du lernst typische Abläufe, mögliche Fragestellungen und praktische Prüfungssituationen kennen und erhältst umfangreiche Vorbereitungsmaterialien sowie häufige Prüfungsfragen.
Zusätzlich kannst du gegen Ende deiner Ausbildung an einem ganztägigen Live-Online-Seminar zur Vorbereitung auf die Erlaubnis nach § 11 TierSchG teilnehmen. Dort bereitest du dich gezielt auf eine mögliche theoretische und praktische Prüfung bei deinem zuständigen Veterinäramt vor und kannst dein Wissen noch einmal festigen, typische Prüfungssituationen durchgehen und offene Fragen klären.
95 % der Absolventen unserer bisherigen Trainerausbildungen, die das Erlaubnisverfahren nach § 11 TierSchG durchlaufen haben, konnten dieses direkt erfolgreich abschließen: Entweder wurden ihre Ausbildungsnachweise von der zuständigen Behörde anerkannt bzw. angerechnet oder sie haben eine zusätzlich verlangte theoretische und/oder praktische Prüfung bereits beim ersten Versuch bestanden.
Wie das Erlaubnisverfahren konkret abläuft, entscheidet das für dich zuständige Veterinäramt. Deutschlandweit gibt es hierbei unterschiedliche Vorgehensweisen.
Je nach Behörde kann beispielsweise
- deine Ausbildung bzw. dein Ausbildungsnachweis anerkannt oder angerechnet werden,
- eine zusätzliche theoretische Prüfung verlangt werden,
- eine zusätzliche praktische Prüfung verlangt werden,
- eine Kombination aus theoretischer und praktischer Prüfung erforderlich sein
- oder die Anerkennung einer Zertifizierung vor einer Tierärztekammer.
Eine automatische Anerkennung unserer Ausbildung können wir deshalb nicht versprechen. Genau deshalb bereiten wir dich sowohl in der Theorie als auch in unserem ganztägigen Live-Online-Seminar gezielt darauf vor, falls dein Veterinäramt zusätzlich eine theoretische und/oder praktische Prüfung verlangt.
Und auch nach deinem Abschluss lassen wir dich mit diesem Thema nicht allein. Wenn du Fragen zu einem Schreiben oder einer Rückmeldung deines zuständigen Veterinäramtes hast, unterstützen wir dich im Rahmen unserer Möglichkeiten weiterhin.
Zusätzliche unabhängige Prüfungsmöglichkeit
Wir möchten bei deiner Ausbildung und deinem späteren Berufseinstieg möglichst nichts dem Zufall überlassen.
Unser Ziel ist nicht nur, dass du eine fundierte Hundetrainerausbildung abschließt. Wir möchten alles in unserer Macht Stehende dafür tun, dass du anschließend auch die erforderliche Erlaubnis nach § 11 TierSchG erhältst und tatsächlich als Hundetrainer arbeiten kannst.
Und genau deshalb haben wir für unsere Absolventen zusätzlich zur internen DAZ-Abschlussprüfung eine unabhängige externe Prüfungsmöglichkeit geschaffen.
Denn Veterinärämter können im Erlaubnisverfahren unterschiedlich vorgehen.
Einige Veterinärämter berücksichtigen bzw. akzeptieren die Ausbildungs- und Leistungsnachweise eines Ausbildungsinstituts und die dazugehörige interne Abschlussprüfung.
Andere Veterinärämter erwarten einen unabhängigen externen Prüfungsnachweis. Wieder andere führen selbst noch eine eigene theoretische, mündliche oder praktische Überprüfung durch.
Damit du auch für den zweiten Weg eine Möglichkeit hast, kannst du nach deiner Ausbildung optional eine unabhängige externe Sachkundeprüfung absolvieren.
Diese wird von einem unabhängigen Prüfungskomitee durchgeführt. Dem Komitee gehören Veterinäre oder erfahrene Sachverständige an, die Sachkundeprüfungen im Zusammenhang mit § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 f TierSchG durchführen und über Erfahrung mit Veterinärämtern und behördlichen Prüfungsverfahren verfügen.
Die Prüfung und ihr Ergebnis werden nachvollziehbar dokumentiert.
Damit steht dir auch dann bereits eine passende Prüfungsmöglichkeit zur Verfügung, wenn dein zuständiges Veterinäramt für dein §-11-Verfahren einen unabhängigen externen Sachkundenachweis verlangt.
Frag am besten rechtzeitig bei deinem zuständigen Veterinäramt nach, welche Ausbildungs- und Prüfungsnachweise dort für dein §-11-Erlaubnisverfahren anerkannt werden.
So weißt du frühzeitig, welcher Weg für dich passt.
Erkennt dein Veterinäramt deine Ausbildungsnachweise und die interne DAZ-Abschlussprüfung an, kann eine zusätzliche externe Sachkundeprüfung entfallen. Verlangt dein Veterinäramt einen unabhängigen externen Sachkundenachweis, kannst du auf die von uns für unsere Absolventen vorgesehene externe Prüfungsmöglichkeit zurückgreifen. Da jedes Veterinäramt über das jeweilige Verfahren im Einzelfall entscheidet, kann die Behörde unabhängig davon auch eigene Prüfungsbestandteile, beispielsweise ein Fachgespräch oder eine praktische Überprüfung, vorsehen. Die unabhängige externe Prüfung ist optional und nicht Bestandteil des Ausbildungspreises. Wenn du diese Prüfungsmöglichkeit wählst, fallen separate Prüfungsgebühren beim unabhängigen Prüfungskomitee an.

Übersicht der Ausbildung
Teilnahmevoraussetzungen
Spezielle Vorkenntnisse oder eine vorherige Tätigkeit im Hundetraining sind nicht erforderlich.
Du kannst die Ausbildung auch als Quereinsteiger ohne berufliche Vorerfahrung im Hundetraining beginnen. Die Ausbildung vermittelt dir Schritt für Schritt das theoretische Wissen und die praktischen Kompetenzen, die du für deine spätere Tätigkeit als Hundetrainer benötigst.
Mindestalter
18 Jahre
Lernmaterial
Du erhältst 78 Theorielektionen in deiner Ausbildung zum Hundetrainer für Familienhunde und helfende Hunde.
Die Theorie bearbeitest du flexibel in unserem Online-Campus. Deine Lektionen kannst du wahlweise am Laptop, Tablet oder Smartphone aufrufen und die Theorieinhalte zusätzlich als PDF herunterladen, sodass du auch offline lernen kannst.
Regulär wird eine neue Theorielektion pro Woche freigeschaltet. So baust du dein Wissen Schritt für Schritt auf und hast genügend Zeit, dich intensiv mit den einzelnen Themen auseinanderzusetzen.
Viele Theorielektionen werden zusätzlich durch Videos ergänzt. Du siehst Übungen und Trainingssituationen mit Hunden und erfährst von erfahrenen Hundetrainern und Fachpersonen, wie sich die jeweiligen Themen in der Praxis zeigen und worauf es im späteren Berufsalltag ankommt.
Doch Theorie ist bei uns nur ein Teil deiner Ausbildung.
Ergänzend nimmst du an 28 praxisorientierten Fach-Live-Online-Seminaren teil, in denen du praktische Anleitung für deine spätere Tätigkeit als Hundetrainer erhältst. Gegen Ende deiner Ausbildung kannst du optional zusätzlich an einem ganztägigen Live-Online-Seminar zur Vorbereitung auf die Erlaubnis nach § 11 TierSchG teilnehmen.
An 22 Praxistagen vor Ort setzt du dein Wissen praktisch um, arbeitest mit Hunden und in ausgewählten Workshops auch mit Mensch-Hund-Teams.
So greifen Theorie, praktische Anleitung und eigenes Anwenden während deiner gesamten Ausbildung ineinander.
Ausbildungsbeginn
Jederzeit – 30 Tage kostenlos testen.
Du kannst die Ausbildung jederzeit beginnen. Nach deinem Start wird regulär eine neue Theorielektion pro Woche freigeschaltet.
Die Live-Online-Seminare und Praxis-Workshops finden zu festen Terminen statt und begleiten dich über deine Ausbildungszeit hinweg.
Die gesamte Ausbildung ist so aufgebaut, dass du sie vollständig nebenberuflich absolvieren kannst:
- Die Theorielektionen bearbeitest du flexibel in unserem Online-Campus.
- Die 28 Fach-Live-Online-Seminare finden werktags am Abend statt, jeweils ab 18:30 Uhr oder 19:00 Uhr.
- Die 22 Praxistage finden ausschließlich am Wochenende statt.
- Das zusätzliche optionale ganztägige Live-Online-Seminar zur Vorbereitung auf die Erlaubnis nach § 11 TierSchG findet an einem Samstag statt.
Für einzelne Praxis-Workshops werden bestimmte theoretische Grundlagen vorausgesetzt. Welche Inhalte du vor dem jeweiligen Workshop abgeschlossen haben solltest, findest du direkt bei den jeweiligen Praxisterminen.
Ausbildungsdauer
Die Regelausbildungszeit beträgt 18 Monate.
Während dieser Zeit wird regulär eine neue Theorielektion pro Woche freigeschaltet. Parallel dazu absolvierst du deine Fach-Live-Online-Seminare und Praxis-Workshops.
Wenn du für deine Ausbildung mehr Zeit benötigst, ist das kein Problem. Nach Ablauf der regulären Ausbildungszeit kannst du deine Ausbildung unkompliziert und kostenlos um bis zu 3 Jahre verlängern.
In dieser Zeit kannst du noch fehlende Ausbildungsbestandteile nachholen sowie weiterhin an den vorgesehenen Live-Online-Seminaren und Praxis-Workshops teilnehmen.
Du musst deine Ausbildung nicht unter Zeitdruck absolvieren, sondern kannst sie an dein eigenes Lerntempo und deine persönliche Lebenssituation anpassen.
Dein Zugang zum Online-Campus bleibt dir sogar lebenslang erhalten. So kannst du auch lange nach deinem Abschluss jederzeit noch einmal in deine Theorielektionen, Übungen und Materialien schauen, zum Beispiel, wenn du später mit einem Kunden arbeitest und eine bestimmte Trainingsübung, einen Aufbau oder fachlichen Hintergrund noch einmal nachlesen möchtest.
So bleibt deine Ausbildung auch nach dem Abschluss ein Nachschlagewerk für deinen späteren Berufsalltag als Hundetrainer.
Lernaufwand
ca. 5 Stunden pro Woche für die Bearbeitung der Theorielektionen, zzgl. der fest terminierten Live-Online-Seminare und Praxis-Workshops.
Live-Online-Seminare & Praxis-Workshops
Während deiner Ausbildung erwarten dich 28 praxisorientierte Fach-Live-Online-Seminare und 22 Praxistage vor Ort.
In den Live-Online-Seminaren erhältst du praktische Anleitung für deine spätere Tätigkeit als Hundetrainer. In den Praxis-Workshops setzt du dein Wissen selbst um, arbeitest mit Hunden und in ausgewählten Workshops auch mit Mensch-Hund-Teams. Je nach angestrebtem Abschluss bzw. Zusatzqualifikation unterscheiden sich die erforderlichen Praxis-Workshops. Du musst also nicht alle aufgeführten Praxistermine besuchen.
Alle Live-Online-Seminare finden werktags am Abend ab 18:30 Uhr oder 19:00 Uhr statt. Alle Praxis-Workshops finden am Wochenende statt.
Hier findest du die Praxistermine und Praxisinhalte
Termine und Themen
In unserer Launchwoche lüften wir nach und nach welche Themen dich in den Live-Online-Seminaren erwarten und welche Praxis-Workshops Teil deiner Ausbildung sind.
Die vollständige Übersicht mit allen Live-Online-Seminaren, Praxis-Workshops, Dozenten, Terminen und Veranstaltungsorten veröffentlichen wir noch vor dem Anmeldestart.
Die Anmeldung zur neuen Hundetrainerausbildung startet am 5. Oktober 2026.
Abschluss
Je nachdem, welche Ausbildungsbestandteile du absolvierst, kannst du bei uns mehrere aufeinander aufbauende Abschluss- und Fachzertifikate nach DAZ T.A.R.S.Q.® erwerben.
DAZ-Zeugnis – Theoretische Grundlagen für Hundetrainer nach DAZ T.A.R.S.Q.®
Dieses Zeugnis erhältst du nach der erfolgreichen Bearbeitung von 100 % der Theorielektionen im Online-Campus.
DAZ-Zertifikat – Grundlagen für Hundetrainer nach DAZ T.A.R.S.Q.®
Dieses Zertifikat erhältst du nach der erfolgreichen Bearbeitung von 100 % der Theorielektionen und der Teilnahme an allen 28 Fach-Live-Online-Seminaren.
Damit dokumentierst du, dass du neben der vollständigen Theorie auch die umfangreiche praktische Anleitung aus unseren Live-Online-Seminaren absolviert hast.
DAZ-Zertifikat – Hundetrainer nach DAZ T.A.R.S.Q.®
Den vollständigen Hundetrainerabschluss erhältst du nach der erfolgreichen Bearbeitung von 100 % der Theorielektionen, der Teilnahme an allen 28 Fach-Live-Online-Seminaren sowie der Teilnahme an 5 Praxisblöcken aus Teil A – Allgemeine Ausbildung zum Hundetrainer für Familienhunde.
Im Teil A stehen dir insgesamt 9 zweitägige Praxisblöcke zur Verfügung.
Für deinen vollständigen Hundetrainerabschluss wählst du daraus mindestens 5 Praxisblöcke aus.
So bleibt die praktische Ausbildung ein verbindlicher und umfangreicher Bestandteil deines Abschlusses. Gleichzeitig kannst du deine Praxisblöcke so auswählen, dass sie zu deinen fachlichen Interessen, deinen verfügbaren Terminen und auch zu deiner persönlichen Erreichbarkeit passen.
Da unsere Praxis-Workshops an verschiedenen Standorten stattfinden, möchten wir dir damit echte Wahlfreiheit ermöglichen und vermeiden, dass du für deinen Abschluss zwingend mehrfach quer durch Deutschland reisen musst.
Selbstverständlich kannst du auch an mehr als 5 oder an allen 9 Praxisblöcken teilnehmen und das gesamte Praxisangebot der Ausbildung nutzen.
DAZ-Zertifikat – Geprüfter Hundetrainer nach DAZ T.A.R.S.Q.®
Diese höchste Qualifikationsstufe erhältst du nach
- der erfolgreichen Bearbeitung von 100 % der Theorielektionen,
- der Teilnahme an allen für den Hundetrainerabschluss vorgesehenen Fach-Live-Online-Seminaren,
- Teilnahme an mindestens 5 Praxisblöcken aus Teil A – Familienhunde
- sowie dem erfolgreichen Bestehen der internen oder unabhängigen Abschlussprüfung.
Damit weist du nicht nur nach, dass du die theoretische und praktische Ausbildung absolviert hast, sondern auch, dass du dein erworbenes Wissen fachlich begründet auf konkrete Trainingssituationen übertragen und praktisch anwenden kannst.
Zwei Prüfungswege für deinen höchsten Hundetrainerabschluss
Für den Abschluss „Geprüfter Hundetrainer nach DAZ T.A.R.S.Q.®“ legst du eine Abschlussprüfung ab.
Dabei stehen dir zwei mögliche Prüfungswege zur Verfügung:
Interne DAZ-Abschlussprüfung
Die interne Abschlussprüfung ist im Ausbildungspreis enthalten.
Unabhängige externe Sachkundeprüfung
Wenn dein zuständiges Veterinäramt für dein späteres §-11-Erlaubnisverfahren einen unabhängigen externen Prüfungsnachweis erwartet, kannst du anstelle der internen DAZ-Abschlussprüfung die für unsere Absolventen vorgesehene unabhängige externe Sachkundeprüfung absolvieren.
Du musst also nicht beide Prüfungen ablegen, um deinen DAZ-Abschluss zu erhalten.
Die externe Prüfung wird von einem unabhängigen Prüfungskomitee durchgeführt und ist mit separaten Prüfungsgebühren verbunden.
Welche Prüfungsform für deinen späteren Weg sinnvoll ist, solltest du möglichst frühzeitig mit deinem zuständigen Veterinäramt klären.
Ausführliche Informationen zu den unterschiedlichen Vorgehensweisen der Veterinärämter und zur unabhängigen externen Prüfung findest du im Abschnitt „Erlaubnis nach § 11 TierSchG“.
Zusätzliche Fachzertifikate
Aufbauend auf deinem vollständigen Hundetrainerabschluss kannst du zwei weitere Fachqualifikationen erwerben.
DAZ-Zertifikat – Hundetrainer für Teams in der tiergestützten Intervention nach DAZ T.A.R.S.Q.®
Wenn du zusätzlich alle 6 Fach-Live-Online-Seminare zur tiergestützten Intervention sowie den dazugehörigen Praxis-Workshop absolviert hast, erhältst du ein eigenes Zertifikat für diese Fachqualifikation.
DAZ-Zertifikat – Hundetrainer für die Grundausbildung von Assistenzhunden nach DAZ T.A.R.S.Q.®
Wenn du zusätzlich die 2 Fach-Live-Online-Seminare zur Grundausbildung von Assistenzhunden sowie den dazugehörigen Praxis-Workshop absolviert hast, erhältst du ein eigenes Zertifikat für diese Fachqualifikation.
So kannst du am Ende deiner Ausbildung, abhängig von den absolvierten Ausbildungsbestandteilen, neben deinem Hundetrainerabschluss zwei weitere eigenständige Fachzertifikate erwerben.
Hinweis zur Listung auf unserer Webseite
Die Voraussetzungen für den Erwerb der Fachzertifikate und für eine öffentliche Listung auf unserer Webseite unterscheiden sich.
Für eine Listung als Hundetrainer für Teams in der tiergestützten Intervention müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- erfolgreicher Abschluss der höchsten Qualifikationsstufe als geprüfter Hundetrainer nach DAZ T.A.R.S.Q.®,
- Teilnahme an allen 6 Fach-Live-Online-Seminaren zur tiergestützten Intervention,
- Teilnahme am dazugehörigen Praxis-Workshop
- erfolgreiches Bestehen der Fachprüfung tiergestützte Intervention
- sowie der Nachweis der behördlichen Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 Buchstabe f TierSchG.
Für eine Listung als Hundetrainer für die Grundausbildung von Assistenzhunden müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- erfolgreicher Abschluss der höchsten Qualifikationsstufe als geprüfter Hundetrainer nach DAZ T.A.R.S.Q.®,
- Teilnahme an beiden Fach-Live-Online-Seminaren zur Grundausbildung von Assistenzhunden,
- Teilnahme am dazugehörigen Praxis-Workshop
- erfolgreiches Bestehen der Fachprüfung Grundausbildung von Assistenzhunden
- sowie der Nachweis der behördlichen Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 Buchstabe f TierSchG.
Die Listung ist freiwillig. Die genannten zusätzlichen Voraussetzungen gelten für die Aufnahme in unsere öffentlichen Trainerlisten und nicht für den Erwerb der jeweiligen Fachzertifikate.
Ausbildungsgebühr
6.999 € bei Einmalzahlung
Wenn du die Ausbildungsgebühr in einer Summe zahlst, erhältst du einen Nachlass von 10 % auf den regulären Ausbildungspreis.
Einmalzahlung: 6.999 €
Regulärer Ausbildungspreis: 7.776,67 €
Deine Ersparnis bei Einmalzahlung: 777,67 €
Du möchtest die Ausbildungsgebühr lieber auf mehrere Monate verteilen? Dafür stehen dir verschiedene Ratenzahlungsmodelle zur Verfügung:
6 Monatsraten: regulärer Ausbildungspreis von 7.776,67 €
6 Monatsraten à 1.296,11 €
12 Monatsraten mit zusätzlichem Ratenzahlungsaufschlag
12 Monatsraten à 664,72 €
18 Monatsraten mit zusätzlichem Ratenzahlungsaufschlag
18 Monatsraten à 454,26 €
24 Monatsraten mit zusätzlichem Ratenzahlungsaufschlag
24 Monatsraten à 349,03 €
Je länger du die Ausbildungsgebühr auf Raten verteilst, desto höher ist der jeweilige Gesamtpreis. Die genauen Monatsraten und Gesamtbeträge werden dir bei der Auswahl deines Zahlungsmodells bei der Buchung transparent angezeigt.
Dein Weg kann bei uns weitergehen
Wenn du dich für unsere Ausbildung zum Hundetrainer für Familienhunde und helfende Hunde entscheidest, erhältst du als Student anschließend 30 % Rabatt auf jede weiterführende DAZ-Ausbildung.
Du möchtest dich nach deiner Hundetrainerausbildung noch umfassender spezialisieren? Dann kannst du den Studentenrabatt nutzen für:
- die Ausbildung zum ESA-Hundetrainer
- oder die Ausbildung zum Assistenzhundetrainer
Dadurch kannst du deine Qualifikation später Schritt für Schritt erweitern und deinen beruflichen Weg entsprechend deiner eigenen Interessen weiterentwickeln.

Ausbildungsinhalte
Die Ausbildung verbindet fundiertes Fachwissen mit praktischer Trainingskompetenz und der professionellen Arbeit mit Mensch-Hund-Teams.
Dabei lernst du nicht einfach einzelne Übungen oder Methoden kennen. Du beschäftigst dich mit den Zusammenhängen hinter Verhalten und Training und lernst, dieses Wissen später auf unterschiedliche Hunde, Menschen und Trainingssituationen zu übertragen.
Die Inhalte begegnen dir dabei nicht nur in der Theorie. Viele Themen werden in unseren Fach-Live-Online-Seminaren zu speziellen Fragestellungen praktisch vertieft oder in den Praxis-Workshops selbst angewendet.
Beruf Hundetrainer & professionelle Hundeschule
Du lernst das Berufsbild des Hundetrainers mit seinen unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern kennen, von Einzeltraining, Gruppenstunden sowie Welpen- und Junghundekursen bis zur eigenen Hundeschule.
Dazu gehören auch Berufsethik, rechtliche Grundlagen, Tierschutz, § 11 TierSchG, Haftung, Versicherungen und Datenschutz sowie später die Planung und Organisation einer professionellen Hundeschule, Preisgestaltung, Kurskonzepte, Kundenmanagement, Marketing und betriebswirtschaftliche Grundlagen.
Hunde verstehen: Verhalten, Kommunikation & Emotionen
Du beschäftigst dich intensiv mit Kynologie, Evolution, Domestikation, Ethologie und dem natürlichen Verhaltensrepertoire des Hundes.
Du lernst Körpersprache und Kommunikation differenziert zu beobachten und einzuordnen und beschäftigst dich unter anderem mit Motivation, Emotionen, Stress, Erregung, Neurobiologie, Kognition, Bedürfnissen sowie der Mensch-Hund-Beziehung und Bindung.
Außerdem beschäftigst du dich mit Hunderassen, ihren ursprünglichen Aufgaben, rassespezifischen Eigenschaften und Bedürfnissen und lernst, warum diese für Verhalten, Alltag und Training eine wichtige Rolle spielen.
Lernen, Trainingsmethoden & individuelle Trainingswege
Wie lernen Hunde? Welche Trainingsmethode eignet sich für welchen Hund, welches Ziel und welches Mensch-Hund-Team?
Du lernst unterschiedliche Trainingsmethoden und Techniken, Markertraining, Shaping, Targettraining, Verstärkung, Timing, Belohnungsstrategien, Generalisierung und Signalkontrolle kennen.
Dabei geht es immer auch darum, Trainingswege individuell anzupassen: Was kannst du verändern, wenn ein Trainingsweg nicht funktioniert? Welche Alternative passt besser? Wie kombinierst du Methoden sinnvoll?
Alle Trainingsansätze werden dabei unter dem Grundsatz eines gewaltfreien und tierschutzgerechten Hundetrainings betrachtet.
Auch Korrekturen, Interventionstechniken, Management, Desensibilisierung und Gegenkonditionierung werden fachlich und tierschutzgerecht betrachtet.
Entwicklung des Hundes – vom Welpen bis zum Senior
Du lernst die Entwicklung des Hundes von den ersten Lebenswochen bis ins hohe Alter kennen.
Dazu gehören Genetik und Epigenetik, Welpenentwicklung und sensible Entwicklungsphasen, Sozialisation, Junghundezeit und Pubertät sowie körperliche und geistige Veränderungen beim erwachsenen und älteren Hund.
So kannst du Training an Alter, Entwicklungsstand und individuelle Voraussetzungen eines Hundes anpassen.
Gesundheit, Körper & Erste Hilfe
Ein Hundetrainer muss erkennen können, wann Verhalten möglicherweise nicht nur ein Trainingsproblem ist.
Deshalb beschäftigst du dich mit Anatomie und Physiologie, Sinneswahrnehmung, Ernährung, Pflege und Gesundheitsvorsorge ebenso wie mit Schmerz, Erkrankungen, neurologischen oder hormonellen Einflüssen auf Verhalten.
Du lernst außerdem die Grenzen deiner eigenen Tätigkeit kennen und weißt, wann eine tierärztliche Abklärung notwendig ist.
Auch Erste Hilfe am Hund und Notfallmanagement gehören zu deiner Ausbildung.
Welpen, Junghunde & Grundausbildung
Von der ersten Welpenstunde bis zum Training eines pubertierenden Junghundes lernst du, Entwicklung und Training sinnvoll miteinander zu verbinden.
Du beschäftigst dich unter anderem mit Sozialisierung, Habituation, Umweltgewöhnung, Welpenförderung, Welpen- und Junghundegruppen, Grundsignalen, Orientierung, Leinenführigkeit, Rückruf, Ruhe, Impulskontrolle und Frustrationstoleranz.
Du lernst dabei nicht nur die Übungen selbst, sondern auch, wie du Trainingsstunden und Kurse planst und Hundehalter verständlich anleitest.
Alltagstraining & ein Hund, der im echten Leben zurechtkommt
Ein gut trainierter Familienhund soll nicht nur auf dem Hundeplatz funktionieren.
Deshalb lernst du, Mensch-Hund-Teams auf ganz unterschiedliche Alltagssituationen vorzubereiten. Neue Umgebungen, Geräusche und Untergründe, Autofahren und Reisen, Tierarztbesuche und Medical Training, Familienalltag, Mehrhundehaltung und vieles mehr.
Ein besonderer Bereich widmet sich dem guten Benehmen in der Öffentlichkeit und im häuslichen Umfeld, beispielsweise im Café oder Restaurant, in Geschäften, auf Märkten, in der Innenstadt, im Hotel, in öffentlichen Verkehrsmitteln, bei Veranstaltungen oder zu Hause bei Besuch.
Auch Pattern Games und weitere Trainingsmöglichkeiten für Orientierung, Fokus, Selbstvertrauen, Problemlösung und den Umgang mit Ablenkungen gehören dazu.
Tierschutzhunde & Hunde mit besonderen Herausforderungen
Nicht jeder Hund startet mit den gleichen Voraussetzungen.
Du lernst deshalb auch, Tierschutzhunde, Auslandshunde und Hunde mit fehlenden oder ungünstigen Alltagserfahrungen fachlich zu begleiten.
Dabei geht es darum, Überforderung zu vermeiden, Umweltreize sinnvoll zu dosieren, realistische Trainingsziele festzulegen und Hunde Schritt für Schritt auf neue Lebenssituationen vorzubereiten.
Beschäftigung, Auslastung & Angebote für die Hundeschule
Du beschäftigst dich mit unterschiedlichen Möglichkeiten der körperlichen und geistigen Beschäftigung, darunter Nasenarbeit, Suchspiele, Apportieren und Tricktraining.
Außerdem lernst du verschiedene Freizeit- und Kursangebote kennen und einzuschätzen, welche Beschäftigungsform zu welchem Hund und seinen individuellen oder rassespezifischen Bedürfnissen passt.
Problemverhalten erkennen, einschätzen & möglichst früh verhindern
Ein wichtiger Teil deiner Ausbildung beschäftigt sich nicht erst mit Problemen, wenn sie bereits groß geworden sind.
Du lernst, frühe Warnzeichen und ungünstige Entwicklungen zu erkennen, Verhalten fachlich zu analysieren und passende Trainings- und Managementmaßnahmen zu entwickeln.
Zu den Themen gehören unter anderem Anspringen, Betteln, Bellen, Alleinebleiben, Jagdverhalten, Angst und Unsicherheit, Begegnungsprobleme sowie unerwünschtes Aggressionsverhalten.
Mit Menschen arbeiten: vom Erstgespräch bis zum Trainingsplan
Hundetraining bedeutet immer auch, Menschen anzuleiten.
Du lernst deshalb, Erstgespräche und Anamnesen durchzuführen, Einzel- und Gruppenstunden professionell aufzubauen, Trainingsziele festzulegen und individuelle Trainingspläne zu entwickeln.
Du beschäftigst dich mit Gesprächsführung, verständlicher Anleitung, Feedback und schwierigen Kundensituationen ebenso wie mit Fallanalyse, Trainingsdokumentation und Fortschrittskontrolle.
Fachbereich: Tiergestützte Intervention
Du lernst, Fachkräfte gemeinsam mit ihren Hunden für unterschiedliche Bereiche der tiergestützten Intervention auszubilden und zu begleiten.
Dazu gehören unter anderem die Auswahl von Hunden, Welpen- und Eignungstests, Planung und Dokumentation der Ausbildung, Tierwohl und Belastungsgrenzen sowie die Vorbereitung auf unterschiedliche Einsatzsituationen.
Du beschäftigst dich mit der Ausbildung und dem Training von Besuchshunden, Therapiebegleithunden und Pädagogikbegleithunden sowie weiteren Einsatzbereichen der tiergestützten Intervention.
Fachbereich: Grundausbildung zukünftiger Assistenzhunde
Du lernst, zukünftige Assistenzhundeteams während der Grundausbildung fachgerecht zu begleiten.
Dazu gehören die Einschätzung grundlegender Verhaltensvoraussetzungen, besondere Anforderungen und Standards für Assistenzhunde, Sozialisierung und Umweltgewöhnung, das Levelsystem der Grundausbildung sowie der Aufbau eines sicheren, gelassenen und zuverlässigen Verhaltens.
Du lernst außerdem, die Grundausbildung an die individuellen Möglichkeiten und Einschränkungen des späteren Assistenzhundepartners anzupassen und das Mensch-Hund-Team auf die anschließende weiterführende Ausbildung durch einen qualifizierten Assistenzhundetrainer vorzubereiten.
Du möchtest ganz genau wissen, was du lernst?
Auf unserer ausführlichen Inhaltsseite findest du alle 78 Theorielektionen der Ausbildung mit ihren jeweiligen Themen und Lerninhalten.
Alle 78 Theorielektionen im Detail ansehen
Du lernst von Expertinnen ihres Fachgebiets
Du lernst in unserer Ausbildung bewusst von vielen unterschiedlichen Dozentinnen. Denn jedes Fachgebiet braucht seinen eigenen Blick und seine eigene Expertise. Deshalb wählen wir unsere Lehrenden gezielt nach ihren jeweiligen Schwerpunkten aus, so profitierst du von unterschiedlichen Erfahrungen, Spezialisierungen und Perspektiven.
Das gilt für alle Bereiche deiner Ausbildung, für die Theorie ebenso wie für die praktische Ausbildung. In der Theorie begegnen dir unter anderem Theorielektionen von Luca Barrett, Diana Poyson und weiteren Dozentinnen.
Hier stellen wir dir die Dozentinnen vor, die dich in den Praxis-Workshops und Live-Online-Seminaren unserer Ausbildung begleiten:
Sophie Strodtbeck
Tierärztin und SPIEGEL-Bestseller-Autorin
Sophie Strodtbeck ist Tierärztin mit den fachlichen Schwerpunkten Verhaltensmedizin, Stress und Resilienz. Zusätzlich verfügt sie über eine Ausbildung im Bereich Applied Neuroscience und ist Resilienztrainerin.
Diese Themen lehrt Sophie Strodtbeck in unserer Ausbildung:
o Was muss ich aus einer Verhaltensveränderung ableiten? Verhaltensbeobachtung aus verhaltensmedizinischer Sicht
Hier geht es darum, Verhalten nicht vorschnell zu etikettieren, sondern genauer hinzuschauen. Denn nicht alles, was wie ein Trainingsproblem aussieht, ist auch eines
o Stress und Resilienz bei Hunden
Was macht Hunde tatsächlich resilienter? Du lernst, Stress, Belastbarkeit und Resilienz im Hundeschulalltag und bei der Arbeit mit Familienhunden einzuordnen und zusätzlich, welche besondere Bedeutung diese Faktoren für Hunde in der tiergestützten Intervention haben können.
Petra Köhler
Hunde-Erzieherin/Verhaltensber
Petra Köhler ist geprüftes Mitglied der IACP-CDT-PDTI (International Association of Canine Professionals) und qualifizierte Assistenzhund-Team-Prüferin nach § 21 Abs. 2 Assistenzhundeverordnung (AHundV). Als Praxis-Managerin unseres Verbands und langjährige Hundetrainerin, Assistenzhundetrainerin und ESA-Hundetrainerin begleitet sie seit vielen Jahren angehende Trainer in der praktischen Umsetzung von Hundetraining und Kundenarbeit.
Diese Themen lehrt Petra Köhler in unserer Ausbildung:
o Praktisches Hundetraining: Trainingsaufbau, Timing, Körpersprache, sekundäre Marker, faire Intervention und Fehlerkorrektur
o Welpen praktisch trainieren und Welpenstunden professionell gestalten
o Training mit Junghunden, inklusive Hunden in der Pubertät
o Einzeltraining professionell durchführen
o Gruppenstunden professionell durchführen
o Kunden anleiten und Trainingsfehler korrigieren
o Trainingspläne individuell erstellen
o Ethologie und Ausdrucksverhalten
o Leinenführigkeit, Begegnungstraining und Leinenreaktivität
o Grundausbildung von Assistenzhunden
o Erfolgreich in die Praxis und Selbstständigkeit starten
Melanie Huber
Hundetrainerin mit eigener Hundeschule, Assistenzhundetrainerin, ESA-Hundetrainerin und Züchterin von Border Collies
Melanie Huber bringt umfassende praktische Erfahrung aus ihrer eigenen Hundeschule für Familienhunde mit. Ihre eigene Border-Collie-Zucht ergänzt ihren fachlichen Blick besonders in den Bereichen Aufzucht, Welpenentwicklung und rassetypisches Verhalten.
Diese Themen lehrt Melanie Huber in unserer Ausbildung:
o Rassegerechtes Training
Training erkennen und Trainingsplanung anpassen
o Hundefitness und Bewegung im Hundetraining körperliche Auffälligkeiten erkennen, mit gezielten Übungen unterstützen und Training sinnvoll anpassen
o Anti-Jagd-Training
o sicherer Rückruf
o Welpengruppen
o Junghundekurse
o praktisches Training mit Welpen und Junghunden
o Anti-Giftködertraining
Kathrin Gedigk
Hundetrainerin mit eigener Hundeschule, Assistenzhundetrainerin und Fachkraft für Stressmanagement bei Hunden
Kathrin Gedigk arbeitet in ihrer eigenen Hundeschule für Familienhunde mit einem individuellen Blick auf Mensch-Hund-Teams und verbindet Hundetraining mit fundiertem Wissen zu Stress, Unsicherheit und unterschiedlichen Voraussetzungen von Hund und Halter.
Diese Themen lehrt Kathrin Gedigk in unserer Ausbildung:
o Trainingsmethoden
o Trainingsaufbau
o Training mit ängstlichen und unsicheren Hunden
o Training mit reaktiven Hunden
o Training mit Tierschutzhunden
o Erstgespräch und Anamnese professionell durchführen
Alexandra Schemm
Hundetrainerin mit eigener Hundeschule, Assistenzhundetrainerin, ESA-Hundetrainerin und Fachkraft für Stressmanagement bei Hunden
Alexandra Schemm verbindet die Arbeit in ihrer eigenen Hundeschule für Familienhunde mit einem besonderen Blick auf die Entwicklung von Hunden und die individuelle Begleitung unterschiedlicher Mensch-Hund-Teams. Als Assistenzhundetrainerin bringt sie umfangreiche Erfahrung in der Arbeit mit Assistenzhunden und Menschen mit Behinderungen mit. Im Bereich der tiergestützten Intervention verfügt sie zudem über praktische Erfahrung mit der Ausbildung von Besuchshunden und der Begleitung von Einsätzen in Altenheimen.
Diese Themen lehrt Alexandra Schemm in unserer Ausbildung:
o Individuelle Trainingswege
Verschiedene Ansätze für unterschiedliche Hunde
o Korrekturen und Interventionstechniken
o Ruhe, Impulskontrolle und Frustrationstoleranz
o Alltagssituationen und Umweltgewöhnung
o Erste Hilfe am Hund für Hundetrainer
o Welpentests in der tiergestützten Intervention
o Eignungstests für erwachsene Hunde in der tiergestützten Intervention
o Therapiehundeprüfung
o Praktische Übungen für die tiergestützte Intervention
o Vorbereitung von Mensch-Hund-Teams auf die Eignungsüberprüfung im Assistenzhundetraining
o Training mit Kunden mit Behinderungen, insbesondere im Kontext der Grundausbildung von Assistenzhunden
Viktoria Richter
Diplom-Pädagogin, Fachkraft für Tiergestützte Therapie und Leitung „Ambulante Hilfen zur Erziehung“ beim Caritasverband Frankfurt e. V.
Viktoria Richter arbeitet seit vielen Jahren in der ambulanten Familien- und Jugendhilfe und setzt ihren eigenen Therapiebegleithund Mailo regelmäßig in ihrer beruflichen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Familien und Menschen mit psychischen Erkrankungen ein. Als Fachkraft kennt sie die Anforderungen, Chancen und Herausforderungen tiergestützter Arbeit aus dem eigenen Berufsalltag und bringt genau diese Praxiserfahrung in ihre Seminare ein.
Diese Themen lehrt Viktoria Richter in unserer Ausbildung:
o Vom Wunsch zum Auftrag – das Erstgespräch für den tiergestützten Einsatz
o Erwartungen im Erstgespräch realistisch einordnen
o Schwierige Rückmeldungen professionell vermitteln
o Gelingende Kommunikation unter Fachkräften
o Herausfordernde Situationen in der hundegestützten Arbeit souverän meistern
o Frühwarnzeichen und schwierige Situationen erkennen
o Besuchshund, Therapiebegleithund und Schulhund/ Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Arbeit
o Handlungssicherheit im hundegestützten Einsatz/ Verantwortung zwischen Klient, Hund und beruflicher Aufgabe
Celina del Amo
Tierärztin mit der Zusatzbezeichnung Verhaltenstherapie für Kleintiere, Hundetrainerin und Fachbuchautorin
Celina del Amo arbeitet seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Hundetraining und tierärztlicher Verhaltenstherapie. Ihre Trainingsschwerpunkte liegen unter anderem in der Welpenförderung, der Prophylaxe von Problemverhalten und im Training von Familienhunden.
Diese Themen lehrt Celina del Amo in unserer Ausbildung:
o Prophylaxe von Problemverhalten
o Präventive Möglichkeiten bei Welpen
o Präventive Möglichkeiten bei Junghunden
o Vorbeugen, bevor Probleme entstehen – im normalen Hundeschulalltag ebenso wie bei zukünftigen Assistenzhunden und Hunden für die tiergestützte Arbeit.
Du lernst, welche präventiven Möglichkeiten Hundetrainer bereits bei Welpen und Junghunden haben und wie du Entwicklung von Anfang an so begleitest, dass problematische Verhaltensweisen möglichst gar nicht erst entstehen. Gerade bei Hunden, die später als Assistenzhund oder in der tiergestützten Arbeit eingesetzt werden sollen, ist diese präventive Arbeit besonders wichtig, weil ihre spätere Einsatzfähigkeit eng damit zusammenhängt, wie stabil und alltagstauglich sie sich entwickeln.
o Problemverhalten richtig analysieren – Ursachen erkennen statt Symptome bekämpfen
o Frühe Warnzeichen erkennen, Entwicklungen richtig einordnen und handeln, bevor aus ersten Auffälligkeiten ein dauerhaftes Problem wird.
Du lernst, Problemverhalten fachlich zu analysieren, mögliche Ursachen zu unterscheiden und Tendenzen zu problematischen Entwicklungen auch bereits im Junghundealter frühzeitig zu erkennen.
Nächste Schritte
Fragen?
Hast du Fragen zu unserer Ausbildung zum Hundetrainer oder zum Beruf?
Unsere Kursleiterin Jana Bosch beantwortet gerne alle deine Fragen. Schreibe Jana Bosch eine E-Mail oder rufe an:
E-Mail:
Telefon: 06131-2765688





